Bruchsal

„Kicker“ und seine jüdische Geschichte

Gestern hat mich ein kleiner Beitrag erreicht, den ich der werten Leserschaft (hab´ich gerade gegendert???) nicht vorenthalten möchte und zwar aus mehreren Gründen:

  1. Rolf Schmitt, der Autor dieses Beitrages, schreibt zum Thema Fussball, das ist mal was anderes…
  2. Der Beitrag beleuchtet eine weitere dunkle Seite des Fussballs und des DFB im besonderen.
  3. Man lernt mal wieder was dazu, und kennt zusätzliche historische Fakten.

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Bruchsal

Presseerklärung der mutigen und progressiven katholischen jungen Gemeinde Sankt Vinzenz Bruchsal

Heute hat uns folgende Pressemeldung erreicht, die wir im vollen Wortlaut ihr gerne veröffentlichen.:

Mitteilung und Einladung an die Redakteure der Zeitungen
Protestaktion der katholischen Jugend der Seelsorgeeinheit St. Vinzenz in Bruchsal, gegen das Verbot des Vatikans in Rom, gleichgeschlechtliche Beziehungen zu segnen.

Wir, die katholische Jugend der Bruchsaler Seelsorgeeinheit St. Vinzenz, planen am Samstag, den 12.06.2021 um 18:30 Uhr, eine einstündige Protestaktion mit dem Motto „Unsere bunte Kirche“. Bei dieser möchten wir eine Menschenkette um die Stadtkirche in Bruchsal bilden.
Mit dieser Aktion möchten wir Aufsehen erregen und uns somit für die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren und für mehr Diversität in der katholischen Kirche einsetzen. Zudem möchten wir für mehr Offenheit gegenüber Menschen der LGBT-Community werben.
Hintergrund hierfür ist die, im März veröffentlichte, Erklärung des Vatikans, wonach die Segnung gleichgeschlechtlicher Beziehungen unzulässig sei.
Um die nötigen Hygieneanforderungen einzuhalten, werden sich die Teilnehmer der Aktion zuvor bei unserem Jugendreferent der Seelsorgeeinheit, Johannes Schlindwein, anmelden. Wir achten auf die allgemeinen Hygienebedingungen, werden daher während der Aktion Masken tragen und den vorgegeben Mindestabstand einhalten. Den Teilnehmern wird daher ein fester Platz zugewiesen. Es wird mit einer Teilnehmerzahl von ca. 150 bis 200 Personen gerechnet. Die Aktion wurde zudem vom Bruchsaler Ordnungsamt genehmigt und wird vom Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit St. Vinzenz, sowie der Dekanatsleitung Bruchsal unterstützt.
Darüber hinaus, werden für die nächsten Wochen, ab dem Zeitpunkt der Protestaktion, um die Bruchsaler Stadtkirche herum, Plakatwände aufgestellt. Auf diesen wird die, im Anhang angefügte, Collage zu sehen sein. Außerdem haben wir ein Interview mit einem betroffenen Gemeindemitglied geführt und werden dieses auf unserem YouTube-Kanal und auf der Homepage des SE-St.Vinzenz Bruchsal veröffentlichen.
Wir, die Jugend und die Seelsorgeeinheit, laden alle Medienvertreter herzlichst dazu ein, am Samstag, den 12.06.2021 um 18:30 Uhr zu unserer Protestaktion zu kommen und über dieses Ereignis zu berichten. Um vorherige Anmeldung, bei Herrn Schlindwein, wird gebeten.

Ansprechpartner für Rückfragen und Anmeldung der Presse:
Johannes Schlindwein, Jugendreferent der Seelsorgeeinheit St. Vinzenz Bruchsal. Tel.: 07251/0000; E-Mail: jugendreferent@se-bruchsal.de

Unser Statement:

Wir, die katholische Jugend der Seelsorgeeinheit St. Vinzenz in Bruchsal, möchten uns für diejenigen einsetzen, welche laut des Vatikans in Rom keinen Anspruch auf eine Segnung haben.
Die Segnung wird denjenigen verweigert, welche eine Person des gleichen Geschlechts lieben und diese Liebe in einer Partnerschaft oder Ehe leben. Wir sind der Meinung, dass das Verbot der Segnung, gegenüber homosexuellen Menschen unfair ist.
Einige dieser Menschen, setzten sich schon ihr Leben lang für die Kirche ein, sind im Glauben an Gott aufgewachsen, engagieren sich in vielerlei Hinsicht und sind ein Teil unserer Glaubensgemeinschaft. Doch diese Gemeinschaft will sie aufgrund ihrer Sexualität nicht segnen?!
Hinter dieser Auffassung des Vatikans stehen wir nicht!
Daher haben wir verschiedene Ideen gesammelt, wie wir ein Zeichen setzten können um zu zeigen, dass wir uns eine offene Kirche wünschen. Wir haben dafür ein Interview mit einer betroffen Person geführt. Manfred ist homosexuell und schon lange aktiv in der Kirche und dennoch wird ihm der Segen für seine Ehe verweigert. In diesem Interview haben wir erfahren, wie es ihm in dieser Situation geht und was er persönlich sich von seiner Kirche, in Bezug auf den offenen Umgang mit Homosexualität, erhofft du wünscht. Als Antwort auf das Interview haben wir zudem eine „Demonstration“ um die Stadtkirche geplant. Bei dieser wollen wir eine geschlossene Menschenkette um die Stadtkirche aufstellen und somit zum Ausdruck bringen, dass wir alle eine Gemeinschaft sind und füreinander einstehen.
Wir möchten, dass Homosexuelle in der Kirche gleich behandelt und mit offenen Armen empfangen werden. Wir möchten, dass die Kirche offener wird und keine Unterschiede zwischen sexuellen Orientierungen macht.
Wir möchte eine bunte Kirche!

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Bruchsal, Bruchsaler Geschichten

Die Frau H.

Die Frau H. beherbergte weder Herr noch Mann, weil sie eine anständige Kriegerwitwe war. Sie bewohnte uns gegenüber eine Dachwohnung und war nicht viel freundlicher als Frau Freund.

Für uns Kinder war es eine große Umstellung von der schönen Villa mit Garten und von den lieben Schweikerts Abschied genommen zu haben, um unter dem Dachjuche eng zusammen zu leben.

Es war aber nur eine Übergangswohnung und die drei Jahre verschwanden im Nichts.

Das Haus wurde damals rasch auf Trümmerresten wieder aufgebaut und seine Wände waren so hellhörig, dass man erkältete Flöhe husten hören konnte. Die angrenzenden Häuser waren keine mehr, denn aus traurigen Ruinenresten rankten sich Winden und Brennnesseln. In der Notstandszeit dachte kein Mensch an den gesunden Brennnesseltee, und die Leute wollten lieber den ungesunden Bohnenkaffee trinken.

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Bruchsal, Bruchsaler Geschichten

Der Bäcker Gutfleisch

Auch’s waren zwei Schwestern und sie führten einen Tratschladen. Das eine Fräulein Auch war sehr hager, hatte eine Brille auf der Nase und ein winziges Haarknötchen im Nacken. Für kleine Kinder hatte sie meist nur ein süßes Lächeln übrig und nur alle halbe Jahr suchte sie in einer Schublade nach einem Stückchen Bruchschokolade. Ihre Schwester war kugelrund, trug eine Haarkrone und eine dunkelblaue Blümchenschürze. Ich mochte sie mehr, weil sie nach dem Geldherausgeben den Bonbonglasdeckel hob.

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Bruchsal, Bruchsaler Geschichten

Die Sailermädchen

Bild: Pixelio

Herr Sailer hatte nichts mit Seilen und Stricken zu tun, denn es war ein rechtschaffener Bahnbeamter, der mit seiner Familie in die Wohnung der Frau Tatra einzog.

Herr Sailer grüßte immer freundlich, und seine zwetschgenblaue Uniform und seine rote Dienstmütze gefielen mir ganz ungemein. Wenn er zivil daherkam, war er gar nicht mehr so ungemein interessant.

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Bruchsal, Bruchsaler Geschichten

Der Schuhmacher Rübenacker

An dieser Stelle nun eine weitere Geschichte unserer Dokumentation über Bruchsaler Originale.

Josef (Seppl) Rübenacker kenne ich selbst noch aus meiner Kindheit, auch ich trug Schuhe zur Reparatur in seine Werkstatt in der Augartenstrasse. Wer ihn und seine Frau kannte, wird sicherlich den folgenden Beitrag von Frau Mitteis mit Freude lesen:

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