Bruchsal, Bruchsaler Geschichten

Das Männele, wohnhaft in Bruchsal, über Herrn Pilz und der Gaststätte Krenzle

Wie Männele zum Vornamen hieß, weiß ich nicht mehr, aber er machte seinem Namen alle Ehre. Er wirkte wie ein Männlein im Walde, schlug Purzelbäume im Gras, blieb nie an den Zäunen hängen, tauchte auf und verschwand und entkam als erster Frau Mosbachers Wasserkübel. Männele war sicher das achte Zwerglein von Schneewittchen, wovon die Gebrüder Grimm vergaßen zu erzählen.

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Bruchsal, Bruchsaler Geschichten

Das Bruchsaler St. Paulusheim – erlebt in den 50er Jahren

Barbara Mitteis berichtet über das St. Paulusheim vor 70 Jahren. Vieles von dem was sie beschreibt, ist heute noch zu sehen.

„In meinen Kindheitserinnerungen beschrieb ich ja den Pater Antoine, der aus Frankreich stammte und im Paulusheim ein beliebter Lehrer war.

Heute, da die christlichen Internate in aller Munde gebracht wurden und es die immer gleiche Masche mit altem Zopfmuster bleiben wird, alles über einen Wollkamm zu scheren, will ich noch einmal zur Schreibmaschine greifen, um mit keiner spitzen Feder diese christliche Einrichtung zu erwähnen.

Die Pallottiner waren angesehene Lehrer mit einem großen Spektrum an Wissen und die Eltern gaben gutgläubig ihre Söhne in deren Obhut. Ich entsinne mich noch gut an die Pforte des großen alten Gebäudes und an die Essensgerüche, die den Küchenzettel verrieten. Alles war blitzeblank und sauber und auch die moralische Einstellung übertrug sich auf die Zöglinge.

Wenn ich dabei war, um meinen Bruder abzuholen, dann hatte ich einen spärlichen Einblick in die großzügige Halle und den breiten Treppenaufgang. Pater Antoine lächelte schon von Weitem und schritt energisch auf den glattgebohnerten Fliesen. Alles war still im Gebäude und dennoch erfüllt von Leben. Plötzlich wusselten unzählige Internatsschüler herum und ich erinnere mich nicht, dass laut geschrien und gesprungen worden wäre. Und trotzdem trugen die Buben keine verhärmten Gesichtszüge. Es herrschten Zucht und Ordnung, die nicht wehe, sondern gut tat. Damals ging man noch nicht wegen einer Watschen vor den Kadi, man entschuldigte sich und hütete sich vor einer neuen.

Pater Antoine saß in meinem Kinderherzen fest. Seine gütigen Augen und Hände verdankte er sicher dem lieben Gott, denn oftmals, wenn er uns zuhause besuchte, dann sah er auf meine kleine Gestalt herunter, und ohne einen inneren Stolz segnete er mich und legte seine große Hand auf meinen Wuschelkopf. Er war ein rechter Diener Gottes und führte die Buben auf den rechten Weg.

Einmal im Jahr gab das Paulusheim zur Weihnachtszeit ein religiöses Theaterstück, sonst wurde dort nie ein Theater gespielt. Lag es an jener Zeit, an jenem Zeitgeist, da man zu gottgeweihten Personen grenzenloses Vertrauen haben konnte? Das Wort Berufung beinhaltet sicherlich das Wort Beruf. Und berufen muss ein Priester sein, sonst krankt es an der ganzen Kirche.“

© Barbara Mitteis

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Bruchsal, Bruchsaler Geschichten

Von der Fastenzeit, Pellkartoffeln und Quark, der Ersten Heiligen Kommunion, Osterferien und dem Fräulein Sparn

Das Fräulein Sparn war der gute Geist im Pfarrhaus. Die Katechetin war mittelgroß, hatte ein hübsches glattes Gesicht, zwei dunkelbraune gute Augen, geschwungene Augenbrauen und ganz seidige schwarzgraue Haare, die rechts und links zum Mittelscheitel eingeschlagen und kunstvoll von zwei Hornkämmen gehalten wurden.

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Meine Männergeschichten – Ein Kapitel für sich ….

Die erste Lüge empfing mich aus dem Munde eines Mannes, nämlich, als der Chefarzt meiner Mutter erklärte, ich sei das schönste Baby vom ganzen Krankenhaus.

Meine ersten Worte waren nicht „Mama“ und „Papa“, mein erstes Wort war „Ada!“. Kaum angekommen, musste ich von dieser Welt schon genug gehabt haben.

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